schweres Schädel-Hirn-Trauma - "Fahrrad Landstraße"
Fallbeispiel #0005 für die FallBox®Hinweis:
Teile der Inhalte der FallBox® (u. a. Illustrationen und Fallmaterial) wurden unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt. Alle dargestellten Personen, Orte und Situationen sind fiktiv; Ähnlichkeiten zu realen Personen oder Ereignissen sind rein zufällig. Die FallBox® ist ein professionelles Ausbildungs- und Trainingsmaterial für medizinische Fachkreise und kein Spielzeug. Aufgrund der realitätsnahen Notfallszenarien wird die Nutzung ab 18 Jahren empfohlen. Der Verkauf erfolgt ausschließlich an registrierte Kunden mit Altersverifikation. Grafisch sensible Inhalte werden auf dieser Website aus Gründen des Jugendschutzes teilweise unkenntlich dargestellt.
Überblick
Das schwere Schädel-Hirn-Trauma zählt zu den kritischsten und dynamischsten Notfallsituationen im Rettungsdienst. Mit der FallBox® können Sie dieses Szenario umfassend trainieren – von der ersten Meldung über die strukturierte Beurteilung von Bewusstsein, Atmung und neurologischem Status bis hin zu Atemwegsmanagement, Stabilisierung und zielgerichteter Traumaversorgung.
Im folgenden Beispiel finden Sie ein klassisches SHT-Szenario mit Hinweisen zum Aufbau und gezielten Fragen für die Ausbildung. So entsteht ein realitätsnahes, strukturiertes Training, das die klinische Einschätzung schärft, die Prioritätensetzung verbessert und die Lernenden sicher im Umgang mit schwerverletzten Patienten macht.
Einsatzort: Landstraße
Meldung: Fahrrad von PKW erfasst, Fahrradfahrer bewusstlos
Mögliche Fragen und Lernansätze auf Anfahrt / zum Einsatzort
Gefahren an der Einsatzstelle? (Stichworte Absicherung Unfallstelle, Wetter, auslaufende Betriebsstoffe)
Lage des Einsatzortes (Stichworte nächste Klinik, nächstes Traumazentrum oder Neurochirurgie, Transportwege)
Alarmierte Kräfte (Stichworte Notarzt-Notwendigkeit/Verfügbarkeit, Telenotarzt, RTH Vorteil?)
Patient
Patientenkarte #0015 schweres SHT
(enthalten im Kofferset FallBox® Notfallmedizin)
Beschreibung:
männlich, ca. 25 Jahre, beim Überqueren der Landstraße vom PKW erfasst worden, ca 70km/h
A: gefährdet, leichte Blutung aus dem Mund-Rachen-Raum
B: vesikuläres AG , links leicht abgeschwächt, AF 28/min, SpO2 95%
C: RR 145/82 mmHg, im EKG SR HF 120/min, Rekap <2s
D: bewusstlos, GCS 3, Pupillendifferenz li>re, BZ 96mg/dl
E: schweres SHT, Blutung aus dem Ohr, Prellmarke linker Hemithorax, Unterarmfraktur links, Temp 35,9°C
SAMPLER: unklar, war allein unterwegs
Mögliche Fragen und Lernansätze am Patient
Krankheitsbild Verdachtsdiagnosen? Traumaversorgung, was wird zuerst behandelt?
Diagnostik Möglichkeiten in der Präklinik, Hirndruck-Zeichen
Plan Weiteres Vorgehen, was wird zuerst behandelt, cABCDE, Behandlungsoptionen, Medikamente, Zielklinik
Wissen Anwendbare Handlungsanweisungen, Leitlinien, Dosierungen, mögliche Komplikationen
Weitere Versorgung, Lehrmaterial
Equipment, med. technische Geräte, hier: v.a. Traumaversorgung, Atemwegssicherung
Euipment raussuchen, Alternativen kennen (HWS-Immobilisation?), das Material kennen / kennenlernen
Medikamentöse Therapie, Wirkstoffe, Mengen und Dosierung, Spritzen-Größen? Konzentration, hier v.a. Narkose-Medikamente
Teilnehmende müssen Medikamente „aufziehen“ (zu den passenden Spritzen legen)
Kommunikation im Team bei der Verabreichung
cABCDE-Block: ausfüllen und zum Patienten legen oder Teilnehmenden als Hilfestellung zum Ausfüllen geben
Fragen-Block: Hilfestellung für strukturierte Fragen zu den Medikamenten und zu den Notfallbildern, Möglichkeit zum abhaken, Motivation: z.B. Punkte für Anzahl korrekter Antworten
Möglichkeiten zur Gestaltung des Gesamtablaufs - geführt oder frei - Lernmodus oder Lehrmodus
Geführtes Szenario
Die Gruppe durch das Szenario führen und begleitend Fragen stellen. Bei mehreren Fallbeispielen hintereinander ggf. Übergang zum freien Modus (siehe unten)
Frei (Für erfahrene Gruppen)
Einsatzort, Meldung und Rahmenbedingungen vorgeben, Teams einteilen (je nach Fall RTW, NEF, KTW, First Responder, Leitstelle, Beobachter). Komplett freies durchspielen. Aufgaben müssen selbst verteilt werden: stärkt Kommunikation, Crew Ressource Management, Führung / Teamleading. Im Anschluss Debriefing, ggf. zwischendurch Hilfestellung oder Aufgaben definieren
Lehrmodus
Mit Dozent, Praxisanleiter etc. als freies oder geführtes Szenario (siehe oben) oder zu speziellen Themen (Schwerpunkt Equipment, Schwerpunkt Medikamente, Schwerpunkt medizinisches Wissen usw.)
Lernmodus
Lernende "bauen" sich ein beliebiges Szenario aus der FallBox®, evtl. auch durch zufälliges Ziehen der Komponenten. Das Fallbeispiel wird dann allein oder gemeinsam in der Lerngruppe durchgespielt. Lernmaterial, Bücher, Wissensdatenbank, Arbeitsanweisungen, SOPs usw. liegen dabei zum Nachlesen griffbereit. Die Lernenden fragen sich ggf. gegeinseitig ab. Fragenblöcke der FallBox® dienen als Hilfestellung.